Mit Umsetzungshilfe 600 Euro steuerfrei nutzen für die Gesundheitsförderung

Der Freibetrag für steuerfreie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung liegt bei 600 Euro. Für die praktische Umsetzung gibt es nun die „Umsetzungshilfe“ vom Bundesfinanzministerium. Diese führt genau auf, was zu beachten ist, welche Voraussetzung zu erfüllen sind und für welche Maßnahmen der Freibetrag genutzt werden kann. So können Sie die Einkommenssteuerfreiheit von Arbeitgeberleistungen zur individuellen verhaltensbezogenen Prävention und betrieblichen Gesundheitsförderung sicher zum Wohle Ihrer Mitarbeitenden nutzen.

Gesundheit fördern, Steuern sparen
Gesundheit steuerfrei fördern – Umsetzungshilfe zur steuerlichen Anerkennung von Arbeitgeberleistungen nutzen

Das Einkommensteuergesetz enthält eine Regelung (§ 3 Nr. 34 EStG), wonach Arbeitgeber ihren Arbeitnehmern die Maßnahmen zur Gesundheitsförderung bezahlen können, ohne Lohnsteuer darauf zahlen zu müssen. Bis zu 600 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr sind möglich.

Steuerbefreiung zur Gesundheitsförderung richtig nutzen mit der Umsetzungshilfe

Die Umsetzungshilfe erläutert die neuen Steuerbefreiungsgrundsätze anhand von Beispielen und ist daher für die Praxis sehr hilfreich.

Die Umsetzungshilfe des Bundesfinanzministeriums ist online abrufbar.

Zertifizierung der Maßnahmen

Die Novellierung des Einkommenssteuergesetzes Anfang 2019 erforderte für arbeitgebergeförderte Maßnahmen der Prävention und Gesundheitsförderung eine zusätzliche Zertifizierung. Diese Zertifizierung musste „durch eine Krankenkasse oder eine von ihr beauftragte Stelle“ erfolgen. Ohne diese Zertifizierung mussten entsprechende Leistungen als „geldwerte Vorteile“ versteuert werden und wurden mit Sozialabgaben belastet.

In der Praxis existiert jedoch nur eine zentrale Zertifizierung für Gesundheitsangebote, die die Krankenkassen ihren Versicherten unabhängig vom betrieblichen Kontext anbieten (www.zentrale-pruefstelle-praevention.de).

Gesundheit der Beschäftigten fördern, Steuervorteile nutzen
Gesundheitsförderung im Betrieb

Wie die Unternehmen ihre Nachweispflichten erfüllen sollten, wenn keine Krankenkasse in das Engagement der Unternehmen für die betriebliche Gesundheitsförderung involviert ist, war bis vergangene Woche unklar. Diese Situation beeinträchtigte das Engagement der Unternehmen in der betrieblichen Gesundheitsförderung, was gerade in Pandemiezeiten eine Fehlentwicklung darstellte.

Daher hatten sich der BKK Dachverband, der GKV-Spitzenverband und die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen immer wieder intensiv um eine Klarstellung der 2019 eingeführten Regelung bemüht.

Die betriebsinterne Gesundheitsförderung ist jetzt weitestgehend zertifizierungsfrei gestellt. Dies gilt insbesondere, wenn die Leistungen Bestandteil eines Prozesses sind, der die betriebliche Gesundheit fördert.

Nutzen auch Sie diese steuerliche Möglichkeit zum Wohle Ihrer Belegschaft und bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihre

Beate Noeke, bgm21