BGM einführen – mit dem bgm21® Leitfaden leicht gemacht

Starten Sie jetzt Ihr eigenes BGM mit der Vorlage von bgm21®

Gesundheit wird immer wichtiger, auch im Unternehmen. Deshalb habe ich für alle , die jetzt mit dem BGM starten möchten, aber nicht so recht wissen, wie und wo damit anzufangen ist, eine kostenlose Vorlage / Leitfaden erstellt, die Sie in diesem Artikel weiter unten downloaden können. Damit können Sie Ihr individuelles BGM einführen. Gern unterstütze ich Sie dabei mit der eigens entwickelten 360°-Methode von bgm21®.

In dieser Vorlage / Leitfaden finden Sie viele Aspekte, die es bei der Einführung eines BGM zu berücksichtigen gilt. Es ist auch ein gutes Instrument, das BGM im Unternehmen „zu verkaufen“, also die Entscheider zu begeistern mit einer klaren und übersichtlichen Struktur und einem festen Plan für die Umsetzung.

Der Leitfaden bietet konkrete Anhaltspunkte und praxisorientierte Empfehlungen, um
gesundheitsrelevante Aspekte bei der Planung zu erkennen, zu bewerten und zu berücksichtigen. Patentrezepte gibt es im BGM allerdings nicht, da jedes Unternehmen eigene Chancen erkennen und Risiken bewältigen muss.

Sie können die Vorlage / den Leitfaden editieren, als Leitlinie nutzen und mit Ihren eigenen Inhalten füllen. Am Ende haben Sie ein ausgefülltes Dokument, dass Sie Ihrer Geschäftsführung bzw. einem Entscheider für den Start in Ihr unternehmensspezifisches BGM überreichen können. Die Vorlage / der Leitfaden kann ebenso gut als Diskussions- und Arbeitspapier für den Start ins BGM dienen.

Für den Einstieg in das Betriebliche Gesundheitsmanagement gibt es verschiedene Möglichkeiten. Sehr niederschwellig und mit überschaubaren Kosten verbunden sind einzelne Aktionen, wie z.B. Gesundheitstage, Online-Kurse, Risikoscreenings und digitale Apps.

Wenn Sie aber die Gesundheit im Unternehmen langfristig und mit System fördern wollen, dann ist ein systematisches Vorgehen sowie eine BGM-Strategie essentiell für die Erreichung Ihrer nachhaltigen Gesundheitsziele.

Dazu empfiehlt es sich, das BGM schrittweise aufzubauen und auch strategisch zu planen. Dabei alle gesundheitsrelevanten Aspekte im Blick zu haben, fällt nicht immer leicht. Aus diesem Grund haben wir die bgm21® 360°-Methode entwickelt, mit der wir alle aktuellen gesundheitsförderlichen Aspekte sowie Risiken in Augenschein nehmen, analysieren und dann maßgeschneiderte Lösungen für mehr Gesundheit in Ihrem Betrieb entwickeln.

Risiken reduzieren – Gesundheit, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit gewinnen – starten Sie Ihr BGM mit dem bgm21® Leitfaden

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Erfolg bei der Umsetzung in Ihrem Betrieb. Gern unterstützen wir Sie auch bei der Einführung und Optimierung Ihres BGM. Kontaktieren Sie uns einfach.

Aus dem Brexit lernen: Wie Sie wichtige Zukunftsentscheidungen für die Gesundheit im Unternehmen treffen

Der lange, steinige und sehr teuere Weg zum Brexit hat es gezeigt – ohne Planung steuert nun ein ganzes Land in eine ungewisse Zukunft. Nicht nur die formale Zugehörigkeit zur Europäischen Union ist damit beendet; der Brexit ist auch eine Frage des Mindsets.

Was Sie aus dem Brexit für Ihr Unternehmen lernen können.

Hier zeigt sich in der Politik, was auch generell gilt:

  • Ohne eine detaillierte Analyse der bestehenden Situation sowie zukünftiger Folgen der Entscheidung,
  • ohne Dialog mit allen Betroffenen und
  • ohne Einbeziehung wichtiger Trends (Demografie, Fachkräftemangel, New Work, Gesundheit)

lassen sich die gewünschten Erfolge nur schwer oder gar nicht erzielen. Doch wie kann die Zukunft besser gestaltet werden? Oder im betrieblichen Kontext formuliert: Wie kann ein Betriebliches Gesundheitsmanagement erfolgreich eingeführt werden?

Die Antwort liegt in einer systematischen Herangehensweise. Damit schaffen Sie Orientierung und Klarheit auf dem Weg zu wirksam mehr Gesundheit in Ihrem Unternehmen. Eine detaillierte Planung und Analyse im Vorfeld ist erforderlich, um möglichst schnell und ressourcensparend erste Erfolge zu erzielen.

Doch wie starten Sie am besten? Die wichtigsten Voraussetzungen für die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements finden Sie in diesem Artikel.

Rahmenbedingungen

Ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) basiert auf gesetzlichen Regelungen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF), zum Arbeitsschutz sowie zum Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM).

Verantwortet wird das BGM von der Geschäftsführung. Meist gibt es einen konkreten „Schmerz“ als Auslöser für ein BGM-Projekt. So sind es häufig hohe Fehlzeiten, schlechtes Betriebsklima, nicht zufriedenstellende Arbeitsbedingungen oder engagierte Arbeitnehmervertreter, die bestehende Umstände verbessern wollen und Handlungsbedarf sehen. Ob und wann aus einem BGM-Projekt dann ein Prozess wird, hängt vom Arbeitgeber, den Führungskräften sowie der Interessenvertretung (Betriebs- bzw. Personalrat) ab.

Viel wirkungsvoller als einzelne, unkoordinierte BGM-Projekte ist jedoch eine strategische Herangehensweise und die Implementierung eines nachhaltigen BGM.

Einführung

Für die nachhaltige Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ist vom Geschäftsführer ein BGM-Manager bzw. Projektleiter mit der Entwicklung und Koordination zu beauftragen. Dieser arbeitet u.a. mit Arbeitsmedizinern und Fachkräften für Arbeitssicherheit zusammen, um mithilfe des Arbeitsschutzes die Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Darüber hinaus gibt es viele weitere innerbetriebliche und externe Akteure, mit denen das BGM aufgebaut und optimiert wird. Dies geschieht in 6 Phasen:

Phase 1: Bedarf ermitteln, Projekt initiieren

Soll ein BGM eingeführt werden, so wird zunächst eine Arbeitsgruppe bzw. ein Arbeitskreis Gesundheit oder Steuerungskreis gebildet. Dieser dient als Koordinierungsstelle für das BGM; er steuert und überwacht das Projekt.

Üblicherweise sind folgende Personen im Arbeitskreis Gesundheit vertreten:

  • Unternehmensleitung/Vertretung,
  • Betriebs-/Personalrat,
  • Personalleitung,
  • Betriebsarzt,
  • Fachkraft für Arbeitssicherheit,
  • ggf. externe Akteure eines BGM.

Die Berufung in den Arbeitskreis erfolgt nach Bedarf. In einem Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten bildet die Unternehmensleitung, der Personalverantwortliche und der Betriebsarzt den Arbeitskreis Gesundheit.

Bei größeren Unternehmen kommen zusätzlich die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Sicherheitsbeauftragte, ein Vertreter des Betriebsrates (falls vorhanden), ein Schwerbehindertenvertreter, die Abteilungsleiter oder auch eine Auswahl an Beschäftigten hinzu. Es können auch die Krankenkassen oder Unfallversicherungsträger mit in das Gremium einbezogen werden.

Die Aufgaben des Arbeitskreises sind:

  • Definition von Zielen und Maßnahmen, Setzen von Prioritäten
  • Entwicklung und Umsetzung einer Gesundheitsanalyse und Evaluationsstrategie,
  • Planung und Einführung von Methoden des Gesundheitsmanagements,
  • Steuerung und Koordinierung der Maßnahmen,
  • Bearbeitung und Umsetzung von Veränderungsvorschlägen,
  • Kommunikation des Umsetzungsstandes.

Für jedes BGM-Projekt sind daher mindestens drei Sitzungen des Arbeitskreises erforderlich:

  1. Zu Beginn:
    • Planung des Projektes, der einzelnen Schritte, Klärung der Aufgaben und Zuständigkeiten
  2. Nach den Analysen:
    • Festlegung und Planung der Interventionen
  3. Am Ende:
    • Bewertung des Projektes.

Zu Beginn werden von der Geschäftsführung und der Expertenrunde ein oder mehrere Ziele definiert, um den Erfolg und die Nachhaltigkeit der durchgeführten Maßnahmen bewerten zu können. Dies kann beispielsweise in einem Strategieworkshop erfolgen, indem u.a. auch Zielkennzahlen, und Wege zum Ziel definiert werden können. In einem Grobkonzept werden alle wichtigen Schritte sowie die Analyseinstrumente benannt. Dies wird in der ersten Sitzung des Arbeitskreises Gesundheit freigegeben.

Ein erfolgreiches BGM reagiert auf alle Veränderungen im Unternehmen.

Phase 2: Analyse

In der Analysephase werden:

  • Faktoren für Krankenstand, geringes Engagement etc. ermittelt
  • Ressourcen und Potenziale für die Gesundheitsförderung aufgezeigt (unter Beteiligung der Mitarbeiter).

Liegen keine Probleme vor, sondern nur der Wunsch nach Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der Gesundheit der Beschäftigten, wird sich die Analyse auch schwerpunktmäßig auf die Potenziale zur Verbesserung der Gesundheit konzentrieren und hier im besonderen Maße die Wünsche der Beschäftigten berücksichtigen.

Liegt hingegen ein hoher Krankenstand vor und sollen gleichzeitig Lösungsvorschläge zur Bewältigung der Herausforderungen durch den demografischen Wandel gefunden werden, müssen mehrere Analyseinstrumente (z. B. Mitarbeiterbefragung, Gesundheitsberichte der Krankenkassen) in Kombination verwendet werden.

Phase 3: Interventionsplanung

Nachdem die wesentlichen Faktoren für die Problemsituation (z. B. zu hoher Krankenstand) analysiert worden sind, werden passende Interventionen definiert, geplant und freigegeben, die evidenzbasiert sind (wirksame Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung sind beispielsweise im IGA-Report Nr. 13 dokumentiert).

Phase 4: Maßnahmen

In dieser Phase wird die Maßnahmenplanung nun an die aktuelle Situation im Unternehmen angepasst hinsichtlich:

  • der Urlaubs- und Ferienzeiten (oder sonstige zu berücksichtigende Maßnahmen, wie Messen oder Events),
  • Arbeitszeiten (Schichtarbeit, Gleitzeit),
  • grundsätzliche Verfügbarkeit des Personals für Maßnahmen,
  • Durchführung innerhalb oder außerhalb der Arbeitszeit,
  • Durchführung im Unternehmen oder außerhalb des Unternehmens.

Phase 5: Evaluation

Evaluation kann zu unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden. Entscheidend ist dabei, welche Ziele mit der Evaluation verbunden werden. Sind für das Unternehmen nur die Akzeptanz und Bewertung der Maßnahme wichtig, können diese Daten bereits unmittelbar nach Beendigung erhoben werden. Sollen aber gesundheitliche Effekte gemessen werden, muss zuvor je nach Maßnahme geprüft werden, in welchen Zeitabständen welche Veränderungen überhaupt möglich sind.

Phase 6: Nachhaltigkeit

Diese Phase wird nur bei einer nachhaltigen Durchführung von BGM-Maßnahmen erreicht. BGM ist nun ein Teil der Unternehmenskultur und wird durch die kontinuierliche Verbesserung und Evalutaion gestaltet.